Die Verwirklichung eines Traumes und seine Folgen

Die Verwirklichung eines Traumes und seine Folgen

Die Verwirklichung eines Traumes und seine Folgen für mich

Wie soll ich das nur schaffen?

Von Mitte Oktober bis Anfang November habe ich mir einen lange ersehnten Traum erfüllt: eine Reise nach Sri Lanka mit anschließender Ayurveda-Kur.

Wie das manchmal so ist mit Träumen, kann es schon einmal dauern, bis man sich endlich entschließt, sie zur Erfüllung zu bringen. Schließlich hat es einen gewissen Reiz, etwas unerfüllt zu lassen und ein dauerndes Gefühl von Vorfreude zu spüren, das durch die immanente Ungewissheit belebend sein kann.

So war es auch bei diesem Traum. Seit 6 Jahren war diese Reise mein Ziel. Erst konnte und wollte ich sie mangels finanzieller Mittel, dann wegen der Corona-Pandemie und schließlich aufgrund der politischen Unruhen vor zwei Jahren nicht antreten.

Im Dezember 2023 und Januar 2024 sollte es dann soweit sein. Mental auf diesen Zeitraum eingestellt, wurde ich Ende September von einer Mail meines Reiseanbieters überrascht: Monsun sei die beste Zeit für eine Ayurveda-Kur, da der Regen die inneren Reinigungsprozesse enorm unterstütze. Das passte sehr gut zu einem inneren Wunsch von mir, der in den letzten Monaten immer mehr an Bedeutung gewonnen hatte: ich hatte ein drängendes Bedürfnis, mich von Ballast (und tausend Dingen, die mich immer wieder von meinem eigentlichen Ziel ablenkten) zu befreien und mich (wieder mehr) auf die für mich wichtigen Dinge zu fokussieren.

Also kontrollierte ich erst einmal aus „Spaß“ meinen Kalender, stellte dabei aber fest, dass die Zeit ab Mitte Oktober für mich ideal war. Plötzlich war die Reise greifbar nahe und so stürzte ich mich Hals über Kopf in dieses Abenteuer. Bzw. erst einmal in die notwendigen Vorbereitungen dazu, denn konkret hatte ich mich bis dahin noch nicht mit meinem Reiseziel auseinandergesetzt (vielleicht auch das ein wichtiger Bestandteil eines „Traums“?).

Mein Traum

1.   Reiseplanung und Vorbereitung

 

2.  Ankommen in Colombo

 

3.  Ankommen in der (fremden) Realität

 

4.  Die andere Lebensrealität anerkennen – und mich für Vertrauen entscheiden.

 

5. Meine Ayurveda-Kur und mein Erwachen in einem kleinen Paradies.

6. Die Folgen

 

1. Reieplanung und Vorbereitung

Die nächsten zwei Wochen waren angefüllt mit diversen Impfterminen, Reisepass-Eilantrag (den wollte ich „eigentlich“ schon vor Jahren beantragt haben…), Auswahl der Unterkunft für die Kur, Buchung der Reise sowie Kauf eines Reiseführers.

In diesem versank ich in den nächsten beiden Wochen bis zur Abreise immer wieder. Ich wollte nämlich wie in alten Zeiten mit dem Rucksack auf Tour gehen und mir eine Woche lang die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Sri Lanka ansehen. Zum Glück ist die Insel klein und übersichtlich. Nur zur Kur zu fahren, war zu diesem Zeitpunkt keine Option für mich. Schließlich wollte ich auch das Land und die Leute kennen lernen. Wer würde denn schon wissen, ob ich noch einmal dorthin kommen würde?

Dass es vielleicht nicht ganz so einfach werden würde zu reisen, dachte ich mir schon. Aber mit einer guten Vorbereitung und vielen hilfreichen Handy-APPs fühlte ich mich gut gerüstet für dieses Abenteuer.

2. Ankommen in Colombo

Ich landete also nach einem anstrengenden Nachtflug in Colombo, wo ich erst einmal in Ruhe ankommen wollte. Am nächsten Tag wollte ich erholt meine Reise starten. Außerdem wollte ich mich etwas an die schwüle Hitze gewöhnen, die mir auf der Reise immer wieder zu schaffen machen sollte.

Colombo zeigte sich mir als sehr zwiespältig: auf der einen Seite unglaublich laut, dreckig, hektisch, nach Abgasen stinkend wie bei uns in den 1970-er Jahren und in vielen Bereichen kaputt. Auf der anderen Seite gab es vereinzelt schöne und beeindruckende Dinge zu sehen: Bauten aus der Kolonialzeit, die den „alten“ Reichtum wiedergaben, großzügige Straßen, eine wunderschöne Moschee mitten in der Stadt usw. Die Menschen wirkten auf mich sehr geschäftig, fast schon getrieben. Wovon verstand ich noch nicht. Trotzdem stellte sich mir die Frage: Wo war das stolze Sri Lanka, diese Perle im indischen Ozean, die für ihre alte Hochkultur und ihre freundlichen Menschen berühmt ist? Mit einem solchen Kulturschock hatte ich nicht gerechnet!

Also hieß es für mich:

3. Ankommen in der (fremden) Realität

So ging es die ganze Woche weiter. Immer wieder war ich gefordert, meine Ansichten zu überprüfen, egal wo ich hinkam und was ich vorhatte. An ein „normales“ Reisen, wie wir es in den westlichen Staaten gewöhnt sind, ist dort nicht zu denken. Öffentliche Verkehrsmittel gibt es, aber es ist fast ein Ding der Unmöglichkeit, zum Beispiel an die Fahrpläne für Busse zu kommen. Zugtickets muss man oft Tage, in der Hochsaison sogar Wochen im Voraus buchen. Dazu ist das Schienennetz relativ spärlich ausgebaut. Busse fahren überall im Land – und auf sehr abenteuerliche Weise. Bis zum letzten Moment bleiben Busse und Autos beim Überholvorgang auf der Gegenfahrbahn und wechseln erst kurz vor dem entgegenkommenden Fahrzeug wieder in die eigene Spur. Mir ist regelmäßig das Herz in die Hose gerutscht und ich habe mehr als einmal laut „Vorsicht!“ gerufen. Nur hat das niemand verstanden …

 

Um abseits des Schienennetzes gut voran zu kommen, mietete ich mir von Kandy aus einen Fahrer, der zum Glück gut Englisch sprach. Er brachte mich ganz entspannt nach Dambulla, Sigiriya, zum Pidurangala-Felsen, nach Polonnaruwa und schließlich zu den Elefanten in den Kaudulla National Park – jede Sehenswürdigkeit ein Ereignis von überwältigender Schönheit! Vor allem die Elefanten aus nächster Nähe in der freien Natur zu erleben, ließ mich demütig werden ob ihrer majestätischen Erscheinung. Welch ein Gegensatz zu den Tieren, die ich angekettet neben Häusern stehen sah oder solchen, die völlig verwirrt und aggressiv neben Autos auf der Straße liefen!

Überall, wirklich überall, wo ich hinkam, stürzten sich Menschen auf mich, die „reiche Europäerin“, und wollten mir alles Mögliche und Unmögliche verkaufen. Manchmal getarnt als „Spende“, manchmal sehr aggressiv angeboten als unausweichlich notwendige Investition. Dass ich auch noch blond bin, machte es nicht besser. Manchmal nervte dieses Bedrängt-werden mich so sehr, dass ich mich nur noch mit einem Tunnelblick durch die Ortschaften bewegte, wenn ich alleine unterwegs war. Das bedeutete aber auch, mich wie mit einem äußeren Panzer zu versehen, der undurchdringlich wurde für Blicke oder Forderungen. Ich lernte auf eine gefühlt fast schon brachiale Art, Grenzen zu setzen und sie zu verteidigen. Es machte mich sehr unglücklich. So hatte ich mir die Reise nicht vorgestellt und so wollte ich nicht sein. Ständig fragte ich mich: Warum bedrängt dieser Mensch mich so? Geht es wirklich nur darum, Geld zu bekommen? Gleichzeitig wurde ich von tiefer Scham erfüllt für die (für singhalesische Verhältnisse) „Leichtigkeit“, mit der ich „eben mal so“ eine solch weite Reise durchführen konnte. In den Augen der bittenden Menschen war ich reich und privilegiert, was mir zunehmend bewusst wurde.

Einmal hatte ich meine Jacke in einem Park auf einer Bank liegen gelassen. Eine junge Frau lief mir hinterher, übergab mir lächelnd die Jacke – und blieb solange stehen, bis ich ihr zusätzlich zu meinem herzlichen Dankeschön ein gutes Trinkgeld gegeben hatte.

In Polonnaruwa wurde ich von mehreren Männern angesprochen, die mir Plastikspielzeug verkaufen wollten, womit ich gar nichts anfangen konnte. Einer von ihnen hatte an beiden Beinen ab den Oberschenkeln Prothesen. Ich gab ihm ein Trinkgeld ohne etwas zu kaufen – und schämte mich in Grund und Boden für meinen privilegierten Status.

4. Die andere Lebensrealität anerkennen – und mich für Vertrauen entscheiden

Die Gespräche mit meinem Fahrer, den ich während der 2-tägigen Reise mit Fragen über das Land, die Menschen und deren Alltag löcherte, halfen mir sehr, meinen Blick zu weiten und die von meinen Vorstellungen abweichende Realität anzuerkennen.

Dieser Mensch war der erste auf dieser Reise, der ein Interesse daran hatte, mir näher zu bringen, wie sein Land und die Menschen „ticken“. Ohne mein Verständnis explizit einzufordern, entwickelte es sich genau dadurch: indem er erzählte und ich in aller Ruhe und ohne inneren Widerstand zuhörte.

Darüber hinaus geschah aber noch etwas anderes mit mir, das ich aber erst nach weiteren 2 Tagen bemerkte:

Ich hatte meinen Panzer abgelegt.

Bei der Ankunft in Nanu Oya in der Teeregion Sri Lankas ließ ich mir bereitwillig von einem Einheimischen ohne die üblichen Nebengedanken helfen. Ich hatte auch nichts dagegen, als er mir anbot, mich nach Nuwara Eliya zu fahren, da ich sowieso ein Taxi gebraucht hätte. Da mir seine unaufdringliche Art sehr gut gefiel, buchte ich ihn gleich für den nächsten Tag für eine Rundfahrt durch die Teeregion. Ich besichtigte verschiedene, wirklich beeindruckende Wasserfälle und ließ mir in einer Teeplantage erklären, wie Tee hergestellt wird. Auch mit diesem Fahrer fiel es mir wieder leicht, mich über Land und Leute zu unterhalten, diesmal mit Schwerpunkt aus der tamilischen Sicht.

Über Nacht hatte ich mich also (unbewusst?) dafür entschieden, nicht nur meine starre Rüstung abzulegen, sondern auch, mich ins Vertrauen zu begeben. Plötzlich wurde mir leicht ums Herz und ich konnte meine Reise wieder genießen. Ich entwickelte immer mehr Verständnis für die Nöte der Bevölkerung und für ihren Willen, trotz aller Schwierigkeiten das Beste aus ihrer Lage zu machen. Auch wenn es mir schwerfiel, den Widerspruch zwischen Fülle und Reichtum an bedeutenden Stätten, an Vegetation und Naturwundern und überbordendem Verkehr mit seinem unglaublichen Dieselgestank, Armut und vielen anderen Dingen auszuhalten.

Ein Beispiel dafür ist folgendes: überall auf der Insel stehen unzählige, hässliche Bauruinen, so wie es auf den ersten Blick scheint. Bei genauem Hinsehen ist aber zu erkennen, dass die Häuser im Erdgeschoss fertig gebaut sind. In den oberen Stockwerken stehen nur die Hauptpfeiler, sodass sich ein Bild ergibt wie Kraken, die ihre Tentakeln ausstrecken. Mich hat dieser Anblick sehr belastet. Auf meine Nachfrage hin, erklärte mir dieser Fahrer, dass die Menschen immer nur so weit bauen, wie sie Geld haben. Es ist dann häufig so, dass nur ein Stockwerk fertig wird. Weitergebaut wird erst, wenn sie wieder über genügend Geld verfügen. Allerdings wird dies durch die andauernde Wirtschaftsrezension immer schwieriger.

5. Meine Ayurveda-Kur und mein Erwachen in einem kleinen Paradies

Schließlich im Ayurveda-Resort angekommen, war ich überwältigt von der Schönheit, die mir dort überall entgegen leuchtete. Obwohl ich wusste, dass dort „alles“ für mein Wohlergehen getan werden würde, hatte ich es mir doch nicht so vorgestellt. Schon zur Begrüßung war mein Bett mit Blüten geschmückt: „Welcome Mrs. Martha!“ An jedem Tag wurde der Tisch mit frischen Blüten aus dem überquellenden Garten geschmückt. Das Personal war uns Gästen gegenüber äußerst zuvorkommend. Es herrschte eine Atmosphäre von großem Respekt, die sehr unaufdringlich und gerade dadurch so wirkungsvoll war.

Das entfaltete sich auch im Verhältnis der Gäste untereinander. Von Anfang an war die Verbindung untereinander von Anerkennung, Humor und Leichtigkeit geprägt – ein großer Gewinn für uns alle!

Es waren vor allem junge Männer, die mit dem Service betraut waren. Ihre ganz besondere Aufgabe war es, zur Begrüßung oder zum Abschied eines Gastes eine besondere „Tafel“ herzurichten. Der Tisch quoll über von Blüten- und Blumenarrangements, die Servietten waren aufwendig in den unterschiedlichsten Figuren gefaltet. Einige Male gab es traditionelle „Tischdecken“ aus Bananen- oder Kokosblättern, aufwendig gewebt und mit Kerzen und Leuchtern geschmückt. Für mich ein einziges Fest!!!

Ich wurde dauerhaft rundherum verwöhnt wie noch nie in meinem Leben. Je mehr ich meine Dankbarkeit zeigte, desto mehr wurde ich mit Freundlichkeit, frischen Blumen und anderen Aufmerksamkeiten beschenkt. In meiner Wahrnehmung fingen alle an, auf eine ganz besondere Weise von innen heraus zu leuchten.

Die Reinigung durch die Pancha Karma Kur wirkte sich auf allen Ebenen aus – mal sanft, mal herausfordernd und heftig. Ganz langsam und achtsam fand Heilung statt: von meinen Belastungen des letzten Jahres, von meinen Erwartungen vor allem an mich selbst im Beruf, von meinen Vorurteilen, meiner Verzweiflung, meinen alten Wunden, meiner Scham… Daraus entstand ganz viel Raum, in dem meine Dankbarkeit für die mir geschenkten Erfahrungen sich ausbreiten konnte. Diese haben mein Herz berührt und ließen mich empfänglich werden für die wichtigste Zutat dieses Aufenthaltes: eine tiefe Liebe zum Leben in all seinen Schattierungen.

 

6. Die Folgen

Eine ganz wichtige Erfahrung für mich war, mit meinem ersten Namen „Martha“ angesprochen zu werden. Ich fand ihn immer schon schön, aber er hat nie eine Rolle in meinem Leben gespielt, denn mein Rufname ist „Margarete“. In der Kur nun so genannt zu werden, hat eine ganz tief verborgene, in mir bis dahin nicht präsente Energie geweckt. Es war, als ob ich einen neuen Menschen kennenlernen würde. Endlich konnte ich diesen Teil leben und integrieren, was mir unglaublich viel Freude bereitet hat und mir eine innere Stärke verliehen hat, von der bis dahin nichts gewusst hatte.

Ayurveda-Kuren sind ein wichtiger Wirtschaftszweig in Sri Lanka. Es war eine großartige Erfahrung unter diesen für mich herausragenden Bedingungen in dieser besonderen Umgebung. Schließlich werden diese Kuren auch genau so in vielversprechenden Prospekten beworben. Dadurch entstehen natürlich auf der Seite der Gäste ganz bestimmte Erwartungshaltungen. Während des Aufenthaltes ist mir einmal mehr bewusst geworden, wie privilegiert ich bin, dass ich mir diese Kur leisten konnte. Die Angestellten müssen für wenig Geld hart arbeiten und zum Teil lange Anfahrtswege in Kauf nehmen, um dieses Erlebnis für die Gäste zu kreieren. Trotzdem habe ich ihre Freundlichkeit und ihre Zuvorkommenheit als echt und authentisch wahrgenommen. Ein Empfinden von „Zufriedenheit“ und „Glück“ ist nicht abhängig von monetären Gegebenheiten, auch wenn diese selbstverständlich unterstützen. Ich bin mir dieses Zwiespaltes zwischen Privileg und Genuss durchaus bewusst. Gleichzeitig weiß ich aber auch, dass ich mit meiner Reise genau diese Menschen in ihrer Existenz unterstützt habe.

Meine Sicht auf die Menschen, ihre Herausforderungen und das Leben in Sri Lanka hat sich grundlegend verändert. Mittlerweile beschreibe ich meine Erfahrungen so:

Das Leben in Sri Lanka ist quirlig, lebendig, vor Leben strotzend, aus der Fülle schöpfend, das Augenmerk ist auf die wichtigsten Dingen gelenkt (= Leben und Überleben) und die Menschen sind damit beschäftigt, den Alltag zu bewältigen. Als ich das endlich verstanden und innerlich nachempfunden hatte, fiel es mir auch leicht, ohne innere Abwehrmechanismen in Kontakt mit den Menschen zu gehen. 

Meine Haltung gegenüber dem Leben hier hat sich nochmals vertieft:

Wie dankbar bin ich, in diesem Teil der Welt leben zu dürfen in großem Reichtum und gut versorgt, bei allen Defiziten, die es auch hier gibt! Ich möchte meinen Blick auf die positiven, schönen Dinge lenken. In ihnen liegt eine immense Kraft für Veränderung, Entwicklung und Wachstum, die meiner Ansicht nach völlig unterschätzt wird.

Als Essenz aus dieser Erfahrung sind mir 3 Fragen besonders wichtig:

  • Was passiert mit uns, wenn wir aus tiefstem Herzen und in vollem Vertrauen an das Gute in jedem Menschen und in uns selbst glauben?

  • Was passiert, wenn wir endlich schätzen, was wir haben und wie wir leben, anstatt immer nur den Fokus auf den (vermeintlichen) Mangel zu legen?

  • Was geschieht, wenn wir uns unserer Vitalität und Lebensenergie hingeben?

Ich habe für mich erfahren, dass ich dann wohlwollend Grenzen überwinden kann – innere wie äußere – und das Leben mich mit seiner Fülle beschenkt. Von hier aus kann ich mit Freude meine ganze Lebensenergie für die Dinge einsetzen, die mir wichtig sind. 

 

Meine 5 größten Herausforderungen

Meine 5 größten Herausforderungen

Meine 5 größten Herausforderungen beim Aufbau meines Business

Wie soll ich das nur schaffen?

Wie schaffe ich das alles nur?

Vor genau 2 Jahren habe ich mich Vollzeit selbstständig gemacht mit meinem Herzensthema:

dem authentischen und begeisternden Auftritt in der Öffentlichkeit, der magische Momente erschafft.

Als Klangkünstlerin und Musikerin weiß ich genau, worauf es ankommt, um einen unmittelbaren Kontakt zum Publikum herzustellen und dadurch zu begeistern.

Dennoch war es für mich nicht einfach, mein Business aufzubauen.

Das waren meine 5 größten Herausforderungen:

1.   Wie bringe ich nur alle Aufgaben unter einen Hut, die eine Selbstständigkeit mit sich bringt?

 

2.  Wie kann ich auf mein Unternehmen hinweisen und mein Angebot platzieren ohne aufdringlich zu wirken? Muss ich das wirklich „selbst und ständig“ tun?

 

3.  Wie gehe ich mit den Schwierigkeiten um, die mir selbstverständlich auf dem Weg in die „erfolgreiche“ Selbstständigkeit begegnen?

 

4.  Wie sehr muss ich mich anpassen um erfolgreich zu sein?

 

5.  Brauche ich wirklich eine professionelle Unterstützung oder kann ich die wichtigen Aufgaben erst einmal selbst versuchen?

Auf der Suche nach Antworten habe ich die folgenden Erkenntnisse für mich gewonnen. Vielleicht findest auch Du in ihnen eine Anregung für Deinen Weg.

1. Sei authentisch mit dem, was du tust.

Es hat mir nichts gebracht, mich anpassen zu wollen an angebliche „Notwendigkeiten“, um mein Angebot möglichst oft und gut zu verkaufen.

Ich habe sehr oft gestruggelt und x Kurse belegt, um mir diese oder jene Verhaltensweise anzueignen. Immer mit dem Ziel, meine Zeit besser zu planen, möglichst viele Menschen anzusprechen, präsent zu sein auf Social Media, tolle Texte zu schreiben, die meine Kunden magisch anziehen und und und …. Ich habe unglaublich viel Zeit in diese Kurse investiert, die mich – das muss ich leider zugeben – nicht wesentlich weiter gebracht haben.

Warum das?

Weil sie nicht zu mir und meinem Wesen gepasst haben.

Ich bin vielleicht langsamer als andere. Und brauche länger, bis sich etwas gesetzt hat. Manchmal habe ich keine guten Phasen, weil ich emotional herausgefordert bin. Dann weiß ich genau, dass es überhaupt keinen Sinn macht, zum Beispiel Telefon-Kaltakquise zu versuchen oder „leuchtende“ Beiträge für Social Media zu schreiben. Dann sind zum Beispiel ganz normale Bürotätigkeiten sinnvoller. Erst seit ich mich voll und ganz mit meiner persönlichen Art akzeptiere, ist mein Business kein Kampf mehr.

2. Selbstvermarktung bedeutet nicht, sich selbst zu verkaufen!

Ich habe mich lange Zeit sehr schwer damit getan, mich aktiv in der Öffentlichkeit darzustellen. In Diskussionen mit anderen habe ich mich entweder mit meiner Meinung zurückgehalten oder mich selbst sehr schnell in Frage gestellt. Ich habe mich oft unwohl gefühlt, meine Stärken und Erfolge, mein Wissen und mein Können in der Öffentlichkeit darzustellen. Krass, nicht wahr? Und das, obwohl ich gleichzeitig überhaupt kein Problem damit habe, völlig frei auf der Bühne zu improvisieren. Aber da fühle ich mich eben zuhause und bin mir meiner selbst sicher.

Ein Glaubenssatz, der meiner Unsicherheit zugrunde lag und mich sehr eingeschränkt hat, lautete: „Wenn ich mich mit meinem Angebot auf dem Markt zeige, prostituiere ich mich.“

Um mich wirklich von dieser Überzeugung lösen zu können, hat es viele innere Prozesse gebraucht, bis ich endlich wirklich voll und ganz ins Vertrauen zu mir selbst gehen konnte. Seitdem habe ich nicht mehr das Gefühl, mich ständig beweisen zu müssen und kann getrost zu mir stehen.

3. Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst – aber fange bei Dir an!

Was sich ersten Moment nach unglaublichem Egoismus anhört, entpuppt sich bei genauem Hinspüren als eine der größten Lebensaufgaben überhaupt!

Wie soll ich meine Kunden empathisch, wertschätzend, absichtslos, annehmend, aber trotzdem aktiv begleiten können, wenn ich mir selbst diese Haltung nicht entgegenbringe?

Für mich bedeutet es, eventuelle Schwierigkeiten, die ich mit einem Thema habe, ernst zu nehmen. Es bedeutet, dass ich zu ergründen, zu verstehen und zu fühlen suche, warum ich so ticke wie ich ticke. Dass ich immer wieder bereit bin, in den herausfordernden Prozess einzusteigen, mich selbst genau so anzunehmen wie ich eben bin. Und es bedeutet ebenfalls, dass ich bereit bin, mir genau wie meine Kunden dafür Unterstützung zu holen, wenn ich alleine nicht weiter komme. Um mir selbst – und vielleicht auch anderen – verzeihen zu können.

Mit diesem Verständnis für Lebens- und Entwicklungsprozesse bin ich eine Begleitung auf Augenhöhe für meine Kunden. Es gibt dabei keine Begutachtung oder Wertung. Die Menschen, die zu mir kommen, um ihre persönliche Ausstrahlung und ihr Auftreten zu entwickeln, fühlen sich dadurch ebenfalls genauso angenommen, wie sie sind – mit all ihren eigenen Herausforderungen, die sie zu mir geführt haben.

4. Spüre Deine Grenzen und sorge gut für Dich.

Obwohl mir auf der Bühne das Herz aufgeht und ich mich völlig vergessen kann in dem, was ich dort tue, bin ich eher ein introvertierter Mensch. Zum Beispiel fällt es mir schwer, mich in eine Gruppe einzuordnen, in der ich das Gefühl habe unterzugehen oder eine Rolle spielen zu müssen, die mir nicht entspricht.

Ich bin ein freiheitsliebender Mensch. Ich brauche Unabhängigkeit wie die Luft zum Atmen. Auch wenn sich das manchmal etwas einsam anfühlt.

Ich habe sehr lange gebraucht, bis ich diesen Punkt vor mir selbst akzeptieren konnte. Ich habe mich mit Menschen umgeben, die mir nicht gut getan haben und in Netzwerken bewegt, in denen ich mich unwohl gefühlt habe. Dabei habe ich in Kauf genommen, dass diese Menschen mich anders wahrgenommen haben als ich bin.

Seit ich mich dazu auch vor mir selbst bekenne, fühle ich mich nicht nur emotional viel freier. Es fällt mir auch sehr viel leichter, meine Grenzen zu erweitern und neue Wege auszuprobieren. Dann kann ich mich völlig frei in einer riesigen Menschenmenge bewegen und dort unverhofft auftreten. Zum Beispiel bei Barcamps, die ich liebe!

5. Hole Dir von Anfang an professionelle Unterstützung – wenn es Dir ernst ist.

Ich habe im Verlauf meiner Selbstständigkeit unglaublich viel gelernt:

  • Webseiten in WordPress aufsetzen (in unterschiedlichen Themes)

  • einen souveränen Umgang mit Word und Exel, Zoom und Skype

  • Flyer und Visitenkarten in Open Source Desktop Publishing Programmen entwerfen

  • Blogs schreiben (das war gar nicht so einfach, mich zu überwinden, wirklich von mir persönlich zuschreiben)

  • Umgang mit Social Media

  • Marketingbegriffe (die vorher nur chinesisch für mich waren)

  • mich in unterschiedlichen Netzwerken bewegen

  • Kontakte knüpfen

  • etc. pp

Dafür bin ich sehr dankbar, denn es hat mir Selbstvertrauen gegeben und ich habe tatsächlich Freude daran gefunden. Als Musikerin hatte ich am Anfang keinen blassen Schimmer von all dem. Jetzt aber kann ich auf Augenhöhe mitsprechen.

Dennoch haben mich all diese Lernprozesse von meiner eigentlichen Arbeit abgehalten.

Wenn ich ehrlich bin, habe ich mich manchmal damit auch ein Stück weit selbst ausgetrickst nach dem Motto: „Jetzt muss ich erst noch dies und jenes tun, bevor ich mich zum Beispiel um Akquise (oder potentielle Kooperationspartner oder … ) kümmere.“

Was mir immens im Weg gestanden hat, war mein Stolz. Ich wollte unbedingt ohne Schulden zu machen aus eigener finanzieller Kraft selbstständig werden und erfolgreich sein. Das hat aber dazu geführt, dass ich zum Teil Investitionen getätigt habe, die im Grunde genommen ein Umweg waren und mich nicht wirklich meinem Ziel – nämlich von meiner Arbeit leben zu können – näher gebracht haben.

Mittlerweile bin ich an einem anderen Punkt:

Ich sehe Ausgaben als Investitionen in mein Unternehmen und in meine Sichtbarkeit. Und ich übe mich auch hierbei darin, Vertrauen zu haben in diese Entwicklung. Wenn ich dann mal wieder anfange zu zweifeln, ob eine Investition richtig ist, frage ich mich: Ist sie ein Lückenbüßer oder grundsätzlich notwendig, damit ich weiterkomme? Im zweiten Fall zahle ich dann gerne.

Denn ich habe der Welt etwas zu geben: mich und meine Expertise!

Was ich bewirken will

Was ich bewirken will

Was ich bewirken will

Rot-blühende Zierquitte

Eine meiner Leidenschaften: Blumen und Blüten

Die Beschäftigung mit einem großen Thema und was ich dabei für mich herausgefunden habe.

Um diesen Blogartikel zu schreiben habe ich die Challenge von Judith Peters genutzt: Blog Your Purpose.

„Was will ich bewirken?“

Diese Frage ist eine andere Hausnummer als die Frage „Was will ich erreichen?“ Ein kleiner, aber bedeutender Unterschied. Ist die letztere eher zentriert auf ganz konkrete persönliche Erwartungen, bezieht die zweite Frage das Umfeld mit ein.

„Etwas bewirken“ bedeutet, etwas zu tun, das eine Wirkung hervorruft. (s. Oxford Languages ) Das schließt die Verantwortung für die Folgen meines Verhaltens mit ein!

Eine Steigerung davon ist die Frage:

„Was will ich hinterlassen?“

Es impliziert, dass ich etwas tue, das über mich und meine Zeit auf dieser Erde hinaus wirkt. Andere Menschen sind vielleicht beeinflusst von meinem Tun oder führen es unter Umständen sogar weiter.

Mir fällt da das Wort „Vermächtnis“ ein. Ebenfalls ein großes Wort. Steckt doch auch das Wort „Macht“ darin. Etwas hat also die Macht zu wirken.

Um aber überhaupt in der Lage zu sein etwas bewirken und hinterlassen zu können, braucht es erst die Entscheidung:

„Wer will ich sein in dieser Welt?“

Bei der Beschäftigung mit diesem Thema habe ich für mich 6 Bereiche identifiziert. Die Reihenfolge der Bereiche bedeutet keine Wertung, da alle Bereiche für mich ineinander fließen.

 

 

Der Inhalt dieses Blogartikels:

1.   Sich persönlich weiterentwickeln und in Frieden kommen mit sich

2.  Die eigene Intuition stärken 

3.  Das innere Potential entdecken und entfalten lassen 

4.  „Das letzte Wort wird LIEBE sein.“ 

5.  Nada brahma – Die Welt ist Klang 

6.  Souverän auf der Bühne stehen und magische Momente kreieren.

1.   Sich persönlich weiterentwickeln und in Frieden kommen mit sich

Ich bin so wie ich bin.

Lange habe ich geglaubt, dass ich an der Art und Weise, wie ich denke, fühle und handle nichts oder nur wenig ändern kann. Gleichzeitig habe ich immer wieder sehr darunter gelitten, in manchen Situationen nicht anders handeln zu können, als ich es tat.

Das änderte sich erst, als ich Focusing kennen lernte. Kurze Zeit danach bekam ich eine Klangmassage. Das wollte ich unbedingt auch lernen! Beides öffnete die Tür zu meiner persönlichen Weiterentwicklung.

Im Gegensatz zu früher bekam ich Freude am Lernen, weil ich spüren konnte, wie gut es mir tat. Alte Wunden konnten beginnen zu heilen. So wurde ein Weg frei für persönliches Wachstum, das ich mir so nie erträumt hatte.

Zum Beispiel hatte ich bis zum Ende meines Studiums (Klavier und Gesang) immer Lampenfieber, wenn ich vorspielen sollte. Ich zitterte wie Espenlaub. Vorsingen war dagegen nicht schwierig gewesen. Da hatte ich einfach eine tolle Lehrerin, die mein Selbstbewusstsein unglaublich stärkte.

Es folgten weitere Ausbildungen, die jede kombiniert mit Selbsterfahrung war. Das war manchmal alles andere als ein Spaziergang und doch hat es mich auf vielfältige Weise befreit und beschenkt.

Vor allem die Klopfakupressur hat mir sehr dabei geholfen, alte Verletzungen loslassen zu können. Immer wieder, wenn ich einen „Quantensprung“ vollzogen habe, wird es wieder ein Stück friedlicher in mir.

Bei meinem ersten Hauskonzert 2007 – der Anfang ist gemacht: ich trete gerne solistisch auf!

Diese Erfahrungen möchte ich gerne weitergeben und auch andere dabei unterstützen, ihren inneren – und als Folge davon auch den äußeren – Frieden wieder zu finden.

Meiner Überzeugung nach braucht die Welt dringend mehr Menschen, die im Frieden mit sich sind!

2.  Intuition stärken

Intuition wird leider von vielen Menschen unterschätzt. Als bloßes Bauchgefühl abgetan unterliegt sie leider in vielen Fällen dem alles beherrschenden Verstand. Dabei ist sie so wichtig!

Denn die Aufgabe von Intuition ist es,

  • uns zu schützen vor unüberlegten Handlungen, die wir später bereuen
  • uns vor emotionalen Verletzungen zu schützen

  • uns Erfahrungen zu ermöglichen, die wir vorher „nicht auf dem Schirm“ hatten, weil sie gar nicht erst in unserem Denken vorkamen

  • unser Unterbewusstsein in unser Handlung miteinzubeziehen

  • uns verbunden zu fühlen mit Menschen, Tieren oder Wesen, die uns – sichtbar oder unsichtbar – begleiten

  • uns führen zu lassen von einer universellen Kraft, die manche als „Gott“ bezeichnen.

Ich empfinde meine Intuition mittlerweile als unglaublich bereichernd und möchte sie nicht mehr missen. Sie bildet die Essenz meiner Klangbehandlungen, nach der ich die passenden Instrumente auswähle. Sie führt mich durch die Art und Weise, wie ich diese während einer Sitzung spiele. Sie begleitet mich durch die Gespräche mit meinen KundInnen. Sie hilft mir, mich im (Berufs-)Leben zu orientieren, weil ich dadurch Aspekte wahrnehme, die wichtig für eine Entscheidung sind, mir aber sonst nicht aufgefallen wären.

All das möchte ich durch mein Vorbild weitergeben: an meine Kinder und Freunde, denen ich davon erzähle und die ich ermutige, sich ebenfalls auf dieses Abenteuer einzulassen. Und an meine KundInnen, weil es ein wesentlicher Faktor für magische Momente ist!

 

3. Potentialentfaltung

 

Was ist jetzt alles möglich?

Aufgrund der persönlichen Weiterentwicklung öffnete sich ein Raum, in dem diese Frage auftauchte. Zuerst war es nur ein zaghaftes Anklingen der Frage. Doch allmählich wurde dieser Raum immer größer. Das Schöne: er wächst immer noch!

Genauso wächst das Vertrauen in mich selbst und in eine höhere Macht. Ich verstehe diese als einen allumfassenden Geist, der mich in meiner Entwicklung unterstützt. Ich spüre eine innere Gewissheit, dass meine Möglichkeiten wachsen dürfen – in ihrem eigenenTempo.

„Das Gras wächst nicht schneller, indem du daran ziehst.“

Dieser Satz ist in der Begleitung anderer Menschen mein Leitspruch geworden. Ich möchte meine Mitmenschen darin unterstützen, sich selbst und dem eigenen Tempo wieder zu vertrauen. Was dann daraus erwächst, ist zu 100 % authentisch!

 

4. „Das letzte Wort wird LIEBE sein.“

 

Dieser Ausspruch von Dr. Ruth Pfau, der Begründerin des Marie-Adelaide-Lepra-Zentrum (MALC), hat mich beim Lesen mitten ins Herz getroffen.

Dr. Ruth Pfau, Gründerin des Deutschen Aussätzigen Hilfswerks DAHW

LIEBE ist ein großes Wort und kann, wenn wir es wirklich ernst meinen damit, die größte Herausforderung unseres Lebens werden.

LIEBE ist immer gerichtet: an Menschen, Tiere, Blumen, Natur und unzählige andere Bereiche. Für mich steht an erster Stelle aber die Liebe zu mir selbst. Und zwar nicht in einem egozentrischen Sinn. Sondern wie ich sie verstehe als das Annehmen dessen, was ist (und wie ich fühle).

Wer kennt das nicht von sich selbst?

Da empfindest Du bei einem Thema auf eine bestimmte Art und Weise. Gleichzeitig melden sich Stimmen,

  • die dich dafür schelten („Das kannst Du doch nicht wirklich meinen!“)

  • oder abwerten („Jetzt übertreibst Du aber!“)

  • oder gar ablehnen („Das ist so überhaupt nicht in Ordnung. Das geht nicht.“).

Dabei ist es völlig unerheblich, ob die Stimmen von außen, also von anderen Menschen, oder von innen zu hören sind. Die große Herausforderung ist es, wahrzunehmen und anzuerkennen, dass Du so empfindest, wie Du empfindest. Dass es einen triftigen Grund dafür gibt. Diese Akzeptanz ist der erste Schritt, um überhaupt Veränderung zulassen zu können.

Damit öffnet sich auch hier ein Raum: in ihm wird es möglich, auch die Gefühle anderer zu akzeptieren. Oft geht es nur über den Weg des Schmerzes, aber dieser kann dann wie eine Katharsis wirken. Reinigend. Auflösend. Befreiend. Ermöglichend. Wachsend.

Auch wenn es für mich selbst immer mal wieder eine Herausforderung sein kann, einem anderen Menschen wirklich erwartungsfrei begegnen zu können, möchte ich meinen Kindern, meine Klienten und meinem Umfeld vermitteln, dass es sich lohnt, sich damit zu beschäftigen.

Das Ergebnis ist jedes Mal nichts weniger als wieder ein Stück mehr innere Freiheit!

 

5.  Nada brahma – Die Welt ist Klang

Klang ist Schwingung und Schwingung ist Leben. Alles besteht aus Schwingungen, das All, Licht, Wärme, Farben, Gegenstände, Gefühle, Gedanken – einfach alles um und in uns.

Was aber passiert, wenn diese Schwingungen sich nicht frei entfalten können? Wenn sie blockiert sind?

Dann denken wir vielleicht immer wieder dasselbe. Wir kreisen um ein Thema herum, statt zu einer Lösung zu finden.

Oder wir sind gefangen in einem Gefühl, das uns einen freien, wohlwollenden Kontakt zu uns selbst oder anderen verwehrt.

Oder wir können uns nicht mehr an einfachen Dingen erfreuen wie z.B. einer schönen Blume oder was auch immer unser Herz berührt. Vielleicht erkennen wir auch den Sinn darin nicht (mehr).

Meine Klangschale im Eltzbach.

Klangschale im Eltzbach

Dann ist es höchste Zeit, wieder „in Einklang“ zu kommen – vor allem mit uns selbst!

Der Klang sogenannter „archaischer“ Instrumente kann diese Aufgabe vollbringen. Sie haben keine 100 %ig festgelegte Tonhöhe. Manchmal ist es eher ein Geräusch als ein Ton, z.B. bei Rasseln und die Spielweise ist meist sehr einfach. Evolutionsgeschichtlich sind es oft sehr alte Instrumente.

Dieser Klang will nichts, er ist einfach da. Und er überträgt sich sehr gut auf den Körper. Hier wirkt er ausgleichend, harmonisierend, „Knoten“ lösend im wahrsten Sinne des Wortes.

Ich erlebe in den Klangbehandlungen und in meinen Klangkonzerten Menschen, die sich im Innersten berühren lassen von diesen Klängen. Menschen, die auf diese Weise Zugang finden zu Ebenen ihres Seins, die sonst eher verschüttet sind. Und Menschen, die sich in diesen Klängen geborgen und von ihnen auf ganzheitliche Weise angenommen fühlen.

Ich habe anscheinend dafür eine besondere Gabe und setze sie gerne ein.

Welch großes Geschenk!

6.  Souverän auf der Bühne stehen und magische Momente kreieren.

Begeisternde Performance in Kunst, Kultur und Business

Meine Lieblingsbeschäftigung: auf der Bühne stehen laughing

Ich habe meine Bestimmung gefunden.

Ich unterstütze andere Menschen dabei, sich gelassen mit ihrem Thema zu präsentieren und durch ihre authentische Wirkung eine Magie entstehen zu lassen zwischen sich und dem Publikum – egal auf welcher Bühne sie gerade stehen.

Das können völlig unterschiedliche „Bühnen“ sein:

  • im Berufsleben (bei Präsentationen, Reden oder Gehaltsverhandlungen)

  • im privaten Bereich (bei Ansprachen etc.)

  • oder im künstlerischen Bereich (bei Vorspielen oder Konzerten)

Letztendlich ist das ganze Leben eine Bühne, auf der wir alle agieren. Wie authentisch wir dabei sind, entscheidet über Erfolg oder Misserfolg, darüber, ob wir andere mit unserer Botschaft erreichen oder nicht.

Und auch das gehört dazu:

  • Was ist überhaupt meine Botschaft?
  • Wie will ich mein Publikum erreichen?
  • Welche Werkzeuge können mir dabei helfen?

Es braucht Klarheit über das Ziel, Klarheit über die Stolpersteine auf dem Weg dahin (siehe Punkt 1-5) und deren Auflösung sowie die allerwichtigste Zutat überhaupt:

VERTRAUEN – vor allem in sich selbst.

Als Klangkünstlerin genieße ich die Auftritte vor Publikum. Auch hier habe ich meine Nische gefunden und freue mich jedes Mal darüber.

Diese Freude ist Lebenselixier und Kraftfutter für die Seele. Meine Motivation ist es, andere Menschen dabei zu unterstützen, ihre Bestimmung nach außen auf die Bühne des Lebens zu tragen und diese große Freude in sich zu spüren!

Die Geschichte meiner Selbstständigkeit

Die Geschichte meiner Selbstständigkeit

Die Geschichte meiner Selbstständigkeit

Begeisternde Performance in Kunst, Kultur und Business

Nicht alles lief rund in meiner Selbstständigkeit. Es war ein langer Weg mit Umwegen, Zweifeln und Ängsten. Und dennoch sollte es genau so kommen, wie es jetzt ist. Alles hat sich folgerichtig aus dem Vorhergehenden entwickelt, auch wenn es sich manchmal überhaupt nicht so angefühlt hat.

Der Inhalt dieses Blogartikels:

1. Erst einmal Ausbildungen absolvieren!

2. Meine nebenberufliche Selbstständigkeit ab 2014

3. Ich möchte immer weiter lernen und gestalten.

4. Erste Gehversuche mit Improvisation im Trio Antamàr.

5. Die innere Befreiung im Quartett KlangLoge.

6. Auftragsarbeit: ein neues Kapitel beginnt.

7. Corona als Brennglas und Mutförderer.

8. Mein heutiges Unternehmen.

1. Erst einmal Ausbildungen absolvieren!

 

Als ich das erste Mal selbst eine Klangmassage erhalten hatte, stand für mich fest: DAS will ich unbedingt lernen!

Damit begann mein Weg in die Selbstständigkeit, denn mir war von Anfang an klar, dass ich in Zukunft Klangbehandlungen neben meiner musikpädagogischen Tätigkeit an einer Musikschule anbieten möchte. Gleichzeitig wurde mir sehr schnell bewusst, dass Klang ein mächtiges Werkzeug mit unglaublichem Veränderungspotential ist. Aufgrund meines Verantwortungsbewusstseins wollte ich diese Veränderungen kompetent begleiten können. Deshalb absolvierte ich in vier intensiven Jahren nicht nur Ausbildungen in

  • Klangmassage, Klangenergetik sowie Klangtherapie sondern auch

  • als Focusing-Coach.

Vor 9 Jahren dann, am 17. Mai 2014, habe ich zur offiziellen Praxiseröffnung in Winningen an der Mosel eingeladen. Mein erstes Logo bestand aus einer Stimmgabel, von der sich Schwingungen ausbreiten. Also ein klarer Bezug auf meine Ursprungstätigkeit: Musik.

Erst ab diesem Zeitpunkt habe ich mich wirklich als nebenberuflich selbstständig gefühlt. In meinem Hauptberuf als Musikpädagogin arbeitete ich weiterhin in Teilzeit.

2. Meine nebenberufliche Selbstständigkeit ab 2014

Ich hatte schon vorher von zuhause aus meine Praxis aufgebaut. Aber immer drängender verspürte ich den Wunsch, meinem neuen Arbeitsfeld einen echten, realen „Raum“ zu geben. Ich wollte auch nach außen hin zeigen, wie wichtig mir heilsamer Klang und Coaching ist und dies in meinem Leben manifestieren – ihnen also die Bedeutung geben, die ihnen zusprach.

In meinem Praxisraum, den ich bei Bedarf um einen zusätzlichen großen Gruppenraum ergänzen konnte, bot ich in den nächsten 5 Jahren und 4 Monaten verschiedene Anwendungen und Kurse an:

  • Einzelsitzungen mit Klang oder Focusing

  • Klangtherapie für geistig eingeschränkte Menschen (im Herz-Jesu-Haus Kühr in Niederfell)

  • Klangmeditationen in der Gruppe

  • Yoga & Klang

  • „Schatzsuche“

  • „Wein & Klang“

  • „Leibeslust statt Leibesfrust – genussvoll zum Wohlfühlgewicht“.

Parallel dazu bildete ich mich stetig weiter als

  • EFT-Coach (Emotional Freedom Technique)

  • TBT- Practitioner (Trauma Buster Technique) und als

  • Trainerin für Klopfakupressur nach Verband für Klopfakupressur.

Hierdurch änderte sich auch mein Logo:

Darin sollten sich zum einen meine Tätigkeitsfelder abbilden, zum anderen sollte aber auch auf einen Blick erkennbar sein, was mir am Wichtigsten war:

die Geborgenheit meiner Kundinnen und Kunden mit all ihren (unter Umständen belastenden) Themen und deren Entwicklung hin zu Licht und Leichtigkeit. Außerdem klingen durch die beiden Bögen auch die von mir so geliebten Klangschalen an.

Daneben absolvierte ich unter anderem Fortbildungen in

  • gewaltfreier Kommunikation,

  • systemischer Klopfakupressur und

  • Archetypen nach Carolyn Myss.

3. Ich möchte immer weiter lernen und gestalten.

Meine langjährige Erfahrung in der Begleitung von körperlich und geistig eingeschränkten Menschen schaffte eine wesentliche Grundlage für SwingTap. Denn durch diese Menschen habe ich immer mehr Vertrauen in meine Intuition gewonnen, die ein wesentlicher Bestandteil von SwingTap ist. Ich entwickelte meine Methode SwingTap®, die im Januar 2019 vom Deutschen Patent- und Markenamt als Marke eingetragen wurde.

4. Meine ersten Gehversuche mit Improvisation.

Zusätzlich wurde mein Praxisort für mich immer bedeutender, da ich hier die ersten Schritte hin zur Improvisation ging. Ich gründete das Trio Antamàr, das sich regelmäßig in meinem Raum zum Üben, zur Konzeptionserstellung und zur Konzertvorbereitung traf.

Am 8. November 2015 war es dann endlich so weit:

im Gruppenraum der Praxis führten wir zum ersten Mal unser Programm „Die 4 Elemente“ vor geladenem Publikum auf. Dieses Programm war eine Mischung aus klassischen Elementen, Texten, Gesang und Blockflötenspiel (nach Noten ;-)) und freier Improvisation.

Es folgten Auftritte mit diesem Programm im Weingut Richter in Winningen, im Kunstpavillon in Burgbrohl-Lützingen (2016) und in der Waldorfschule Neuwied (2017).

Hier einige Bilder aus dem Weingut Richter:

5. Die innere Befreiung im Quartett KlangLoge.

Da ich immer mehr Lust bekam, wirklich frei zu improvisieren, gründete ich im Herbst 2018 zusammen mit Tanja Schwarz (Cello), Stephan Leich (Schlagzeug und Percussion) und Alexander Holtz (Synthesizer) die experimentelle Formation KlangLoge. In der Folge traten wir 2019 beim Augustafest in Koblenz mit einer neuen Version der „Loreley“ auf.

Den Höhepunkt in der Zusammenarbeit mit KlangLoge bildete die Live-Performance am 19.10.2019 in der Kulturfabrik Koblenz mit dem Programm „Wenn ich die Welt wär´ „. (s. Bericht der Rhein-Zeitung vom 17.10.2019).

Live-Auftritte wurden für mich immer bedeutsamer, genauso wie die freie Improvisation, die aus einer inneren Quelle des Reichtums schöpft und keine Grenzen kennt.

Dazu kam auch eine örtliche Veränderung. Ab September 2019 verlagerte ich meinen Praxisraum in die Kümperstr. 12 in Koblenz-Güls. Dadurch ersparte ich mir Fahr- und Rüstzeiten.

6. Auftragsarbeit: ein neues Kapitel beginnt.

Im Winter 2019/20 bekam ich zusammen mit Tanja Schwarz das Angebot, anlässlich der Vernissage der Foto-Ausstellung von Herbert Piel „Five Days Ancient Silk Road“ im Museum Kurfürstliche Burg in Boppard (2020) ausgewählte Fotografien zu vertonen. Dazu gründeten wir das Duo SOUND|EXPERIENCE und bearbeiteten vier Bilder der Ausstellung. Es war ein wunderbares Projekt, das leider durch die Corona-Pandemie eingeschränkt wurde. Die Vernissage konnte nicht live stattfinden. Stattdessen fand eine virtuelle Ausstellungseröffnung statt, bei der wir das Titelbild der Ausstellung, „LILLI“, vertonten. Diese Vertonung ist von Minute 7:46 – 14:39 zu hören.

7. Corona als Brennglas und Mutförderer.

Die Corona-Pandemie war für mich ein Brennglas und warf viele Fragen auf. Ich war froh, in meinem eigenen Raum zu sein, denn dadurch sparte ich mir – was während der Corona-Pandemie für mich sehr wichtig war – die Miete. Denn auch ich litt durch die Pandemie unter einem massiven Einbruch meiner Einkünfte. Einzelsitzungen waren im ersten halben Jahr überhaupt nicht möglich. Später ging es dann nur online, was aber nicht gut angenommen wurde.

Die Fragen, die mich zunehmend beschäftigten waren:

Wollte ich wirklich so weitermachen wie bisher? D.h. nur nebenberuflich im Klang- und Coachingbereich arbeiten? War ich wirklich glücklich und erfüllt?

Es war eine intensive Zeit, die mich durch viele Höhen und Tiefen zu einer ganz wesentlichen Entscheidung geführt hat. Ich beschloss, nach 31 Jahren im öffentlichen Dienst endlich den Schritt in die hauptberufliche Selbstständigkeit zu gehen. Und zwar mit dem Thema, das mir am meisten am Herzen liegt: souverän und gelassen in der Öffentlichkeit auftreten und das Publikum begeistern.

8. Heute

So wurde ich 2021 nach intensiver Vorbereitung mitten in der Corona-Pandemie eine Gründerin:

Margarete Herrig Auftrittscoaching.

Meine eigenen Auftritte entwickelten sich immer mehr zu Solo-Klangkonzerten wie zuletzt bei der Frühjahrstagung der Gesellschaft für Gesundheitsberatung in der Stadthalle Lahnstein.

Begeisternde Performance in Kunst, Kultur und Business

Mittlerweile biete ich prozessorientierte Klangbegleitungen zum Thema „Begeisternde Performance in Kunst, Kultur und Business“ an und arbeite weiter an meinem Angebotsspektrum. Denn eines ist mir ganz klar:

 

es warten noch spannende Jahre auf mich und ich freue mich darauf!

Wenn Dein Pferd tot ist, steige ab!

Wenn Dein Pferd tot ist, steige ab!

„Wenn Dein Pferd tot ist, steige ab.“

So kann ein neues Jahr auch beginnen: mit der Herausforderung, Dinge und Menschen, die wir lieben, loszulassen, uns nicht mehr an unseren Erwartungen, Wünschen und Sehnsüchten festzuklammern, sondern den Weg frei zu machen für neue Erfahrungen und Begegnungen.

Allzu oft passiert ja genau das Gegenteil: wir halten an alten Gewohnheiten und (scheinbar) bewährten Verhaltensmuster fest in dem (angenommenen) Glauben, wir hätten doch schon alles getan um verbunden zu sein mit uns selbst, unserem ureigenen Wesenskern; wir hätten schon genau das Verhalten erreicht, das uns gut tut und mit dem wir unsere Ziele erreichen können. So oft und soviel haben wir schon darüber nachgedacht, haben Möglichkeiten abgewägt und Szenarien entworfen, wie wir uns selbst, das eigene Tun optimieren können. Und sind zu genau dem Ergebnis gekommen, das wir nun leben! Dass sich nach und nach hier und dort Abweichungen von den ursprünglichen Erkenntnissen eingeschlichen haben, die unsere Vorhaben beeinträchtigen, manchmal sogar regelrecht torpedieren, bemerken wir im Alltag meist gar nicht, so leise geht dies vonstatten.

Dennoch ist unter Umständen irgendwie das Leben, der Alltag, manches Vorhaben schwer geworden, anstrengend, aufreibend, Kraft zehrend. Immer öfter fehlt uns die Zeit zur Regeneration, Zeit für echte Pausen, in denen wir uns erholen können und in denen unsere Seele wieder frei atmen kann. Ohne Anspruch, ohne Zwang etwas bestimmtes erreichen zu müssen. Trotzdem halten wir weiter fest, schließlich haben wir doch alles schon tausendmal durchdacht. Und glauben, wenn ein bestimmter (Lebens-)Entwurf nun nicht mehr passt, es läge an uns, an unserer mangelnden Anpassungsfähigkeit, an zu hohen Erwartungen anderen gegenüber und unserer mangelnden Bereitschaft, uns auf etwas einzulassen.

Aber ist das wirklich so?

Ist es nicht so, dass wir nicht wahrhaben wollen, was geschehen ist und ständig verzweifelt versuchen, das „Pferd“ weiter anzutreiben, in Gang zu halten? Ist es nicht eher so, dass wir vergessen haben, in uns zu spüren, was uns wirklich wichtig ist im Hier und Jetzt? Dass wir dem eigenen Empfinden nicht die Wichtigkeit zuschreiben, die es braucht, um in Übereinstimmung damit einen für uns stimmigen Weg einschlagen zu können? Dass wir Sicherheit und Schutz nicht in uns selbst suchen und finden, sondern uns nur allzu gerne an anderen orientieren, denen wir dadurch Macht über unser Leben geben? Wenn dann Unstimmigkeiten auftreten, spüren wir vielleicht, dass „etwas“ nicht stimmt, dass es uns so schwer fällt uns einzulassen, zu vertrauen… Wir haben verlernt, uns selbst und dem Leben zu vertrauen!

Und dann passiert etwas Unvorhergesehenes … Etwas, womit wir nicht gerechnet haben. Etwas, das unser Leben (fast) auf den Kopf stellt, es zumindest in Frage stellt – und das auf vielerlei Ebenen.

In diesem Moment braucht es MUT zu sich zu stehen und vom „Pferd zu steigen“:

MUT,

    • den Tatsachen ins Gesicht zu schauen,

    • anzuerkennen, was wir bisher versucht haben,

    • anzuerkennen, was diese Versuche in uns bewirkt haben,

    • anzuerkennen, wie wir uns damit fühlen

    • und dass wir vielleicht einen (Um-)Weg gegangen sind, der uns unseren Zielen und Visionen nicht (erkennbar) näher gebracht hat.

Diese neue Perspektive – mit beiden Beinen auf dem Boden, geerdet und auf Augenhöhe mit dem Thema, dem wir unsere Aufmerksamkeit schenken – gewährt Einblicke in vielleicht verschüttete oder ignorierte Aspekte unseres Seins. Und: Ja, das kann sehr schmerzhaft sein und Ängste auslösen, wir würden die Veränderung nicht schaffen. Aber auch diese wollen gesehen, anerkannt und in uns angenommen werden. Denn nur in der Anerkennung des eigenen Weges, der eigenen Wahrnehmungen, der eigenen WAHRHEIT liegt die Chance zur Wandlung, die wirklich aus dem Herzen kommt. Plötzlich werden Türen für neue Erfahrungen geöffnet, die wir vorher noch nicht einmal in ihrer Existenz wahrgenommen haben. Es entsteht eine Freiheit in der Begegnung, an die wir im Traum nicht gedacht haben. Wir öffnen unseren Geist und unser Herz für Möglichkeiten, die vorher undenkbar waren. Dann ist Frieden – innerer Frieden – möglich, der sich absichtslos, annehmend und gelassen auf das eigene Umfeld ausbreiten kann.

Manchmal braucht es auch ein wohlwollendes Gegenüber, dass offen zuhört ohne zu werten, einen Blick von außen auf das Thema hat, Impulse gibt, nichts erwartet, v.a. aber nicht involviert ist, weder in das eigene Leben noch in Ziele, Vorhaben oder Visionen. Dieses neutrale Gegenüber hat einen entscheidenden Vorteil: eine Verhaltensveränderung im Alltag hat keinerlei Auswirkungen auf die Sicherheit in der Beziehung. Im Gegenteil: durch die Gewährung eines „Experimentierfeldes“ kann jeder wieder zur eigenen Sicherheit in sich selbst finden!